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Sport ist Mord?

Sport ist Mord, sagt man so. Doch viele Menschen, die übergewichtig sind, erleben das auch so. Sie geraten schnell außer Atem, das Übergewicht macht ihnen zu schaffen. Viele trauen sich sportliche Betätigungen gar nicht erst zu. Und die Meinung ist auch weitläufig vertreten: Sport für Menschen mit starkem Übergewicht ist nicht zu empfehlen. Für bestimmte Sportarten gilt das auch. Wer stark übergewichtig ist, sollte nicht Joggen: Bei jedem Schritt kommt es zu einem Aufprall, der sich ungünstig auf die Gelenke auswirkt. Dazu kommt, dass die Muskulatur bei Menschen, die untrainiert sind, schlecht ausgebildet ist - die Belastung durch das Lauftraining ist damit noch größer. Doch es gibt für Übergewichtige genug andere Möglichkeiten sich zu bewegen und dabei die Pfunde purzeln zu lassen.

Dazu zählen alle Ausdauersportarten. Schwimmen zum Beispiel, es ist gelenkschonend und hervorragend für übergewichtige Menschen geeignet. Nur: So manche trauen sich nicht ins Schwimmbad, besonders bei Frauen ist das so. Die 43jährige Marita zum Beispiel ging jahrelang überhaupt nicht dorthin: „Ich schämte mich,“ sagt sie. Es war ihr peinlich, sich in ihrem Badeanzug zu zeigen. Schließlich fing sie mit Nordic Walking an, eine Freundin überredete sie, zu einem Nordic Walking Treff mitzukommen. „Ich dachte zwar, die hängen mich gleich ab. Aber das war nicht so.“

Seit einigen Jahren gehört Nordic Walking zu den Trend-Ausdauersportarten, doch es ist nicht nur für den trainierten Sportler geeignet. Gerade für Menschen, die abnehmen oder ihre Kondition verbessern wollen, eignet es sich besonders. Also: Stöcke kaufen und einfach loslaufen? So einfach ist es nicht. Man sollte es lieber machen wie Marita und sich einer Gruppe anschließen. Die gibt es beinahe in allen Städten, über Krankenkassen und die örtlichen Sportvereine kann man Gruppen in seiner Nähe finden, auch Kurse werden angeboten. Es ist wichtig, dass die Bewegungen richtig ausgeführt werden. Nur dadurch ist garantiert, dass das Training auch den gewünschten Erfolg bringt.


Marita macht die Bewegung an der frischen Luft und bei jedem Wetter so viel Spaß, dass sie mittlerweile auch alleine walkt: „Das ist auch ein Vorteil vom Walken, ich bin so flexibel. Wenn ich mal keine Zeit habe mit den anderen zu laufen, gehe ich halt, wenn’s bei mir passt. Ich brauche ja nur meine Stöcke und meine Schuhe.“ Da hat sie sich im Sportgeschäft auch gut beraten lassen – denn es kommt auf die richtige Stocklänge an. Und auch bei den Schuhen sollte man den Fachmann fragen. Walking Stöcke kosten im Schnitt zwischen zwanzig und einhundert Euro. Man muss aber kein Vermögen ausgeben - wer sich für die mittlere Preisklasse entscheidet, kann nicht viel falsch machen. Für die ersten Versuche kann man sich vielleicht auch einmal Stöcke leihen. Und da reicht es auch noch völlig aus, wenn man Turn- oder Sportschuhe wählt, die eine ausreichende Dämpfung haben. Hauptsache bequem. Sollte man wie Marita aber zum Dauerläufer werden, lohnt es sich Nordic Walking Schuhe zu kaufen. Da ist die Dämpfung an den passenden Stellen im Fußbereich, um vor unnötigen Stoßbelastungen zu schützen - das ist gerade für Übergewichtige wichtig.

Wer regelmäßig trainiert, kann einiges an Kalorien verbrennen: Etwa 400 bis 600 kcal pro Stunde. Durch den stetigen Muskelaufbau verbrennt der Körper immer mehr Fett. Die Ausdauer wird trainiert, damit steigert sich automatisch die Leistungsfähigkeit – und das spornt an. Auch der bei dieser Bewegungsform moderate Puls und die Herzfrequenz wirken sich positiv auf die Gewichtsabnahme aus. Alle Experten sind sich einig: Zum Abnehmen eignet sich Nordic Walking besonders gut. Das findet auch Marita, die schon seit einem Jahr beim Walking dabei ist. Wie viel sie abgenommen hat, will sie aber nicht verraten. Sie sagt nur so viel: Seit der Badeanzug eine Nummer kleiner ausfällt, geht sie auch regelmäßig schwimmen.